Mittwoch, 5. März 2008

wie man sich sein deutsch erhält

Etwas unphilosophisch habe ich mir die Frage, ob man auch darf, wenn man gar nicht eingeladen ist, mit ja beantwortet. Wenn diese Leute tatsächlich gerne wissen möchten, wie es so aussieht in meinem warmen Kern, sagte ich mir, dann sag ihnen was dein Gemüt in literarischer Hinsicht treibt.
Ottawa-Maerz-08-031
Fangen wir oben an, oder unten, weshalb die Bücher bei mir alle verkehrtherum liegen, konnte ich nicht ergründen. Jedenfalls der Paul Auster. Gelesen wurde hier nur die dritte der Drei, und am Ende als verstörend befunden, deshalb noch kein Versuch es mit den zwei andern aufzunehmen. Den Gorz habe ich mir am Flughafen gekauft, vor meiner Rückkehr. Die erste Seite wird mir als Zitatgrundlage dienen für den Rest meines emotionalen Daseins, doch leider wurden mir gerade deshalb die übrigen Seiten schwer. Die Schnipsel habe ich mir notfallmässig zugetan, da ein Abend alleine in der Bar bevorstand, und das Buch als Männerabschreckung gedacht. Der Plan ging nur halb auf, doch der Umschlag stellte die perfekte Imitation des Pub-Bodens dar, und ein - um ein bisschen Worte zu borgen - metaphysisches Gruseln überkam mich bei der Feststellung. Vom andern Tucholsky habe ich erst den Briefwechsel zwischen ihm und dem Verleger gelesen, und wurde dabei betrübt, dass die hiesigen Weggefährten kein Deutsch beherrschen. So was würde man gern teilen. Schlussendlich die Bovary, von der Mutter mit dem Ratschlag "warte bis es dir gut geht" empfohlen, und sofort zu Hand genommen, als der Zeitpunkt gekommen schien.
textworker - 8. Mrz, 11:50

du willst aber nicht

ernsthaft behaupten, dass tucholsky-deutsch dein deutsch ist? danke für die tipps.

Frau D. - 10. Mrz, 20:12

ich möchte

behaupten, dass der T. in sachen viel witz in wenigen worten mir einiges beigetragen hat. und bitte, wie auch danke für die aufmerksamkeit.
Die Mutter - 9. Mrz, 11:32

Madame Bovary

Und? Wie weit bist du? Was lernt es dich/mich? Manchmal frage ich mich bei solchen Gefühlsstorys, wie das ein Mann nachvollziehen sollte - und doch gibt es das anscheinend, gutes Beispiel wäre auch Stefan Zweig, der hat sich aber schlussendlich in Brasilien umgebracht, das kanns dann doch auch wieder nicht sein! (ja Ausrufezeichen, ich mag sie so banal das klingt, aber ich bin ja auch ein wenig banal) Im Augenblick lese ich "Die Korrekturen" von Jonathan Franzen. Heavy stuff. Familiengeschichte, da finde ich uns, meine Eltern, Rolfs Eltern wieder. Ich glaube ich lese vor allem um mich und meine Gedanken (auch jene die ich mir bis anhin noch nicht gemacht habe) bestätigt zu sehen. Schwarz auf Weiss.

Frau D. - 10. Mrz, 20:18

lustig

da habe ich gerade gestern emmas satz gelesen, wonach sie in büchern immer wieder ideen findet, von denen sie noch gar nicht wusste, dass sie sie hatte. und es gibt sie die männer, bin schon bei drei angelangt, und hoffe weiterhin keiner endet wie stefan.
und noch ein wort zu emma. "banal" würde ich wählen, und zu viel zeit um über sich selber nachzudenken. wahrscheinlich können wir beide sie gerade deshalb so gut verstehen.

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