Die Woche rekapitulieren.

Oh, ich beeindrucke mich selber, Nachtessen mit Professor, das ist was wovor ich mich unter normalen Umstaenden garantiert gedrueckt haette, aber nein, ich meldete mich freiwillig. Ich gebe jedoch zu, dass ein gewisser Fatalismus der Entscheidung inhaerent war; wenn eh schon alle deinen Vornamen kennen, in meinem Falle oftmals das gesamte Dossier, so ist es kein grosser Schritt mehr zur Aufgabe jeglicher Distanz- und Anonymitaetsallueren. Und ich war ja nicht allein, nur die einzige, die genuegend Respekt verloren hatte, um mit dem Prof die Flasche Wein zu teilen. Danach ging aber die Konversation leichter, und man kann hier ja alles damit erklaeren, dass man halt Schweizerin ist, dort macht man das eben so. Bei der Gelegenheit zeigte sich dann auch noch, dass die Mitstudentinnen tatsaechlich nicht nur schoen, sondern auch aeusserst unterhaltsam sind, obwohl nur ich den Wein hatte.
Um noch den kulturellen Gehalt der Woche hervorzuheben, da war ein Konzert des Ottawa U Wind Ensembles, inklusive Nationalhymne zu Beginn, da musste man stehen, dabei haette man lieber bei anderen Gelegenheiten getanzt. Und wieder Kino, aber wer wuerde nicht, sechs Dollar und lotterige Sitze, der Charme ist einfach unbezwingbar. Drum muss man auch morgen schon wieder hin, ist super, alle verpassten Filme hier nachholen.
Die klimatische Situation hat sich unterdessen verschlimmert, draussen ists wieder warm, alle Fenster offen, Unterleibchen und kurze Hosen und trotzdem Hitzewallungen. (Lustig, kurze Hosen bezieht sich natuerlich nicht auf mich, die Aussicht auf zwei Exileuropaeer im Umfeld hat gewirkt. Oh, und das habe ich glaub ich noch gar nicht erwaehnt, brrrr, die graessliche Garderobe der grossen Mehrheit Frauen hier, brrr, wirklich. Flipflops und Trainerhose mit Kapuzenpulli und Duschfrisur und die trauen sich aus dem Haus, Schock, echt. Man lenkt die Aufmerksamkeit auf sich, weil man die einzige Person an der Uni ist, die Absaetze traegt und daher nicht lautlos durch die Gaenge huscht, irritierend das.)
Und gestern Geburtstag von A., junges Blut. Habe einen Schoggikuchen gemacht, ein wirkliches Opfer, weil den mag ich ueberhaupt nicht. Konnte zudem drei Weinhasser mit saurem gespritzten Weisswein ueberzeugen, vor dem mexikanischen Essen, danach fast eine Busse, weil mit Sangria und Zigarette ausserhalb der Restaurantterrasse stehend. Aber wenn man immer lacht, dann wird man nicht wuetend ob solcher Absurditaeten.
Und ploetzlich kommt mir wieder in den Sinn, dass eine ehemalige Klassenkameradin zwei Stunden von hier wohnt, bin schon eingeladen, super.
Sonntag sechs Uhr, vor vier Stunden aufgestanden und der Kuehlschrank ist leer. Muss also einkaufen gehen jetzt.

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